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Oberstdorf (pressrelations) - Wie gut sind die ›jungen Wilden‹ wirklich? Spannung pur bei der 55. Internationalen Jack Wolfskin Vierschanzentournee der Skispringer
Oberstdorf (jm). Sind die ›jungen Wilden‹ bereits so abgeklärt, dass sie den Grand Slam* der Skispringer gewinnen können? Das ist die Frage der Fragen, wenn am Samstag, 30. Dezember in Oberstdorf die 55. Internationale Jack Wolfskin Vierschanzentournee beginnt. Mit dem erst 16-jährigen Tiroler Gregor Schlierenzauer und dem Norweger Anders Jacobsen kommen heuer bei der traditionsreichsten Wintersport-Großveranstaltung zwei Favoriten ins Spiel, die vor der Saison noch fast niemand gekannt hat.
Gregor Schlierenzauer gewann in diesem Winter in Lillehammer (Norwegen) und Engelberg (Schweiz) bereits zwei Weltcup-Bewerbe und gilt derzeit als der Überflieger überhaupt in der internationalen Skisprungszene. Nicht minder erfolgreich war der fünf Jahre ältere Norweger Anders Jacobsen bisher unterwegs. In fünf Weltcup-Bewerben gab es einen Sieg (zweites Springen in Engelberg), zwei zweite Plätze und einen dritten Rang für den 21-jährigen aus Vikersund. Jacobsens schlechtestes Ergebnis war damit Rang zehn (!) beim ersten Springen in Lillehammer.
„Die Tournee ist heuer so spannend wie nie zuvor, denn durch den Angriff der jungen Wilden sind die Stars der vergangenen Jahre ungeheuer unter Druck. Sie müssen spätestens in Oberstdorf zeigen, dass Sie nicht zum alten Eisen gehören“ freut sich Tournee-Pressesprecher Ingo Jensen auf absolut packende Wettkämpfe.
Von den Routiniers halten sich in diesem Winter die beiden Schweizer Simon Ammann und Andreas Küttel am besten. Nach seinem Sieg in Lillehammer und den zweiten Plätzen in Kuusamo und Engelberg kommt der Schweizer Doppelolympiasieger von 2002, Simon Ammann, als Weltcupführender zur Tournee, sein Landsmann Andreas Küttel belegt hinter Anders Jacobsen und Gregor Schlierenzauer derzeit Rang vier der Weltcup-Gesamtwertung.
Noch nicht richtig in Form sind in dieser Saison die Dominatoren der Tournee des Vorjahres, „Finn-Air“ Janne Ahonen (Finnland) und Jakob Janda (Tschechien). Beide hatten im vergangenen Jahr bekanntlich am Ende punktgleich die Tournee-Gesamtwertung gewonnen, warten aber in diesem Winter noch vergeblich auf eine Top-Plazierung. Mit den Rängen elf (Ahonen) bzw. 14 (Janda) in der aktuellen Wertung des Gesamtweltcups sind beide sicher nicht zufrieden.
„Ich bin überzeugt, dass gerade in Hinblick auf die Weltmeisterschaften in Sapporo alle Teams bei der Tournee kräftig zulegen möchten. Denn wer bei uns gewinnt, der geht mit einem wahnsinnigen Selbstvertrauen und als Favorit in die WM. Außerdem gleicht das Profil der Großschanze von Sapporo unserer Schattenbergschanze und gibt daher einen sehr guten Anhaltspunkt, wie weit die Springer wirklich sind“, erklärt Stefan Huber, Geschäftsführer der Skisport- und Veransaltungs GmbH und Generalsekretär beim Auftaktspringen in Oberstdorf.
Janne Ahonen aus Finnland könnte mit einem weiteren Tournee-Sieg Geschichte schreiben, denn bislang gelang es noch keinem Athleten, die Vierschanzentournee fünfmal zu gewinnen. Ahonen hat wie der ehemalige deutsche Springer Jens Weissflog bislang vier Siege (1998/99, 2002/03, 04/05 und 05/06) auf seinem Konto.
Unter Zugzwang stehen heuer die deutschen Springer, die zu Beginn der Saison überhaupt nicht in Form waren. Als Hoffnungsträger des DSV-Teams zählen Michael Uhrmann (Rastbüchl) und Martin Schmitt (Furtwangen). Die Allgäuer Fans hoffen natürlich darauf, dass Lokalmatador Georg Späth in Oberstdorf aus seinem Formtief fliegt.
Weitere Informationen zum genauen Zeitplan und der Kartensituation gibt es wie immer im Internet unter www.4schanzentournee.com
* Grand-Slam: Der Begriff Grand-Slam kommt aus dem Tennis und bedeutet den Gewinn der vier wichtigsten Turniere (Melbourne, Paris, Wimbledon und New York) innerhalb eines Kalenderjahres. Im Skispringen wird der Grand-Slam auf die Wettbewerbe der Internationalen Jack Wolfskin Vierschanzentournee angewendet, also die Springen in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen.
Tournee-Splitter Zeitplan Traditionell beginnt die Jack Wolfskin Vierschanzentournee in Oberstdorf. In diesem Winter steht am 29. Dezember zunächst die Qualifikation auf dem Programm, einen Tag später, also am 30. Dezember, das erste Wertungsspringen. Nächste Station ist Garmisch-Partenkirchen (31. Dezember/1. Januar), vor Innsbruck (3./4. Januar). Das große Finale in Bischofshofen findet heuer nicht wie sonst üblich am 6. Januar, sondern auf Wunsch des Fernsehens erst am Sonntag, 7. Januar statt. In Oberstdorf und Bischofshofen werden die besten Skispringer der Welt erst am Nachmittag über den Bakken der Großen Schattenbergschanze bzw. der Paul-Außerleitner-Schanze gehen. Das Qualifikationsspringen in Oberstdorf sowie Qualifikation und Wettkampf in Bischofshofen beginnen um 16.30 Uhr und werden jeweils unter Flutlicht ausgetragen. Das Wettkampfspringen in Oberstdorf am 30. Dezember beginnt bereits um 15.30 Uhr, es wurde auf Wunsch des Fernsehens nach vorne verlegt. Das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen und die Konkurrenz an der Bergisel-Schanze in Innsbruck bleiben traditionelle Mittagsveranstaltungen, Qualifikation und Wettkampf beginnen hier um 13.45 Uhr.
Tickets Obwohl gerade die deutschen Springer in diesem Weltcupwinter noch keine Höchstleistungen erbracht haben, verlief der Kartenvorverkauf auf die 55. Internationale Jack Wolfskin Vierschanzentournee sehr gut. Speziell die beiden Tournee-Orte Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen vermelden ein gesteigertes Interesse gegenüber dem Vorjahr. In Oberstdorf waren zum 20. Dezember über 20.000 Tickets für Qualifikation und Wettkampf verkauft. Stehplatzkarten wird es heuer am 29. und 30. Dezember auch noch an den Tageskassen geben. In Garmisch-Partenkirchen öffnen die Kassen am Olympiastadion bereits am 26. Dezember. Einen großen Ansturm der Fans erwarten auch die Organisatoren in den österreichischen Tournee-Orten. Hier soll in erster Linie der neue Stern am rot-weiß-roten Springerhimmel, Gregor Schlierenzauer, die Stadien in Innsbruck und Bischofshofen füllen.
Preisgeld Auch heuer darf sich der Sieger der 55. Internationalen Jack Wolfskin Vierschanzentournee über eine besondere Trophäe freuen. Er erhält den brandneuen Nissan Qashqai, einen kompakten Crossover, der offiziell in Deutschland erst am 24. Februar auf den Markt kommt. Zusätzlich zu diesem Tournee-Preis gibt es an allen vier Veranstaltungsorten das normale Preisgeld des Skisprungs-Weltcups, das pro Ort 70.000 Schweizer Franken beträgt.
KO-Modus Als Besonderheit im Skisprung-Weltcup wird bei der Vierschanzentournee der erste Wertungsdurchgang am Wettkampftag im so genannten KO-Modus durchgeführt. Die Startreihenfolge ergibt sich aus der Plazierung der Qualifikation. Daraus werden insgesamt 25 KO-Paare gebildet. So tritt die Nummer 26 gegen die Nummer 25 an, die Nummer 27 gegen die Nummer 24, bis der Letzte (50.) der Qualifikation auf den Sieger (1.) der Qualifikation trifft. Derjenige Springer eines KO-Paares mit dem besseren Ergebnis ist automatisch für den zweiten Durchgang qualifiziert. Außerdem gelangen die fünf besten Verlierer (lucky loser) unter die 30 Springer, die den Finaldurchgang bestreiten. Mit dieser Regelung gelang es den Organisatoren und der FIS, die Spannung bei den Wertungsspringen der Vierschanzentournee enorm zu steigern.
Abschied von Günther Jauch Das Auftaktspringen der Tournee in Oberstdorf ist gleichzeitig die Abschiedsvorstellung von RTL-Moderator Günther Jauch, der in der Skisprung-Arena am Schattenberg letztmals ein Skispringen kommentieren wird. „Oberstdorf war für Günther Jauch immer etwas Besonderes. Und es ehrt uns natürlich, dass er ausgerechnet hier sein letztes Springen kommentieren wird“, erklärt Claus-Peter Horle, Präsident des Skiclubs Oberstdorf und seit diesem Jahr auch Präsident der Internationalen Jack Wolfskin Vierschanzentournee. Jauchs Nachfolger ist RTL-Moderator Marco Schreyl, der unter anderem aus den Sendungen von „Deutschland sucht den Superstar“ her bekannt ist.
RTL sucht den Super-Fan Nicht den Superstar, sondern den Tournee-Fan schlechthin sucht der Fernsehsender RTL in allen vier Stadien. An allen Orten wird es heuer zum ersten Mal im Zuschauerbereich eine so genannte RTL-Fanbox geben, in der Fans aus aller Welt vor laufender Kamera ihre tollsten Skisprung-Sprüche oder Lieder los werden können. Die RTL-Fanbox ist zwei Stunden vor und eine Stunde nach den Qualifikations- bzw. Wettkampfbewerben geöffnet. „Die tollsten Beitrage werden gesendet“, heißt es dazu aus der RTL-Sportredaktion.
Abschied von der alten Olympiaschanze Eine Besonderheit stellt in diesem Winter die Konkurrenz in Garmisch-Partenkirchen dar. Beim Neujahrsspringen 2007 nehmen die besten Skispringer der Welt gleichzeitig Abschied von der altehrwürdigen Olympiaschanze (HillSize 125). Die in die Jahre gekommene Weltcupschanze wurde im Laufe der Jahrzehnte mehrmals umgebaut und modernisiert. Nach der kommenden Weltcupveranstaltung wird sie durch eine neue ersetzt, so dass in der Saison 2007/2008 bereits auf der neuen Anlage gesprungen wird. „Den letzen Sprung auf der Schanze wird ein prominenter ehemaliger Skispringer machen. Und die Zuschauer können bei dieser Aktion die kostenlose Nutzung eines Nissan-X-Trails für ein jahr gewinnen“, so Toni Guggemoos, Präsident des Organisationskomitees in Garmisch-Partenkirchen.
Schnee Oberstdorf Relativ gelassen reagierten die Organisatoren an allen vier Veranstaltungsorten auf die niederschlagsfreien Wochen vor Beginn der Tournee, die zu mehreren Absagen im alpinen und nordischen Skiweltcup geführt hatte. „Für uns war Schneemangel kurz vor der Tournee schon immer ein Thema. Aber die Erfahrung hat gezeigt, dass wir es immer relativ kurzfristig hinbekommen, die Schanze zu belegen“, sagt Ralf Schmid, Technischer Leiter der Skisport- und Veranstaltungs GmbH in Oberstdorf und Rennleiter beim Auftaktspringen der Tournee. Weil auch die anderen Sprungschanzen der Tournee innerhalb von zwei bis maximal drei Tagen mit Schnee belegt werden können, gab es nie die Gefahr des Ausfall eines Springens. So reichten auch heuer zwei kalte Tage und Nächte ab dem 20. Dezember zur Schneeproduktion.
Garmisch-Partenkirchen Für das Neujahrsskispringen in Garmisch-Partenkirchen standen laut OK-Präsident Toni Guggemoos gleich mehrere Optionen zur Schneebeschaffung zur Verfügung. Die maschinelle Fertigung von Schnee im Olympiastadion, der Transport von maschinell erzeugtem Schnee aus zwei benachbarten Skiorten oder der Zugriff auf ein Schneedepot der Tournee-Kollegen aus Innsbruck.
Innsbruck Seit gut zehn Jahren verlässt sich der Tournee-Ort Innsbruck auf die maschinelle Schneeerzeugung im nahe gelegenen Schmirntal. Dort wird auf 1300 Metern Höhe die erforderliche Schneemenge zur Belegung der Bergisel-Schanze produziert. Heuer wurde ein paar Tausend Kubikmeter zusätzlich erzeugt, um den Kollegen in Garmisch-Partenkirchen aushelfen zu können.
Bischofshofen Der Tournee-Finalort Bischofshofen hat von allen Veranstaltungsorten bekanntlich am meisten Zeit für die Belegung der Paul-Außerleitner-Schanze, so dass Hannes Pichler, Sprecher des Organisationskomitees noch am 20. Dezember ruhig blieb. „Es wird schon noch kalt werden, wir haben noch genügend Zeit zum Beschneien“.
Programm: Oberstdorf, Skisprung-Arena am Schattenberg (HillSize 137) Freitag, 29. Dezember: 14.30 Uhr Offizielles Training 16.30 Uhr Qualifikation
Samstag, 30. Dezember 14.00 Uhr Probedurchgang 15.30 Uhr 1. Wertungsdurchgang anschließend Finale und Siegerehrung
Garmisch-Partenkirchen, Olympiaschanze (HS 125) Sonntag, 31. Dezember 11.30 Uhr: Offizielles Training 13.45 Uhr: Qualifikation Montag, 1. Januar 12.00 Uhr: Probedurchgang 13.45 Uhr: 1. Wertungsdurchgang anschließend Finale und Siegerehrung
Innsbruck, Bergisel-Stadion Olympiaschanze (HS 130) Mittwoch, 3. Januar 11.30 Uhr: Offizielles Training 13.45 Uhr: Qualifikation Donnerstag, 4. Januar 12.30 Uhr: Probedurchgang 13.45 Uhr: 1. Wertungsdurchgang anschließend Finale und Siegerehrung
Bischofshofen, Paul-Außerleitner-Schanze (HS 140) Samstag, 6. Januar 14.30 Uhr: Offizielles Training 16.30 Uhr: Qualifikation
Sonntag, 7. Januar: 15.00 Uhr: Probedurchgang 16.30 Uhr: 1. Wertungsdurchgang anschließend Finale und Siegerehrung
Informationen: Organisationskomitee 55. Internationale Jack Wolfskin Vierschanzentournee Am Faltenbach 27, 87561 Oberstdorf, Germany, Telefon +49 (0) 8322/8090-300, Telefax +49 (0) 8322/8090-301, info@4schanzentournee.com . www.4schanzentournee.com
Ansprechpartner für die Presse: Ingo Jensen, Tournee-Pressechef Pressestelle: Pressestelle 55. Internationale Jack Wolfskin Vierschanzentournee Conrad-Paumann-Straße 4, 87740 Buxheim, Germany, Telefon +49 (0) 8322 90022, Telefax +49 (0) 8322 90023, presse@4schanzentournee.com , www.4schanzentournee.com
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